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Hydrantenhäuschen

Hydranten bekommen Dach auf den Deckel


Nach einem verheerenden Dachstuhlbrand im Jahr 2009 in der Ortslage Süptitz, bei dem die vorhandenen Hydranten eingefroren waren, machten sich einige Kameraden Gedanken, wie dies in der Zukunft vermieden werden konnte. Schnell entstand die Idee, dass die Hydranten ein Dach auf dem Deckel benötigen.


Es wurde Baumaterial besorgt und zugeschnitten. Die Jugendfeuerwehr baute an mehreren Wochenenden die zugeschnittenen Bauteile zu Hydranten-Häuschen zusammen. Im Anschluss wurden die Häuschen mit einer signalroten Farbe versehen, so dass sie für alle sichtbar sind. Das Endresultat konnte sich sehen lassen. Die Jugendfeuerwehr hatte hervorragende Arbeit geleistet.


Jetzt wurden die Standorte für die Häuschen ausgewählt. Diese durften sich nicht im Verkehrsraum befinden und behindern. Nach der sogenannten O- (Oktober) bis O- (Ostern) Regel werden jedes Jahr die Häuschen in der Ortslage durch die Jugendfeuerwehr verteilt. Die Hydranten sind bestens vor Wind und Wetter geschützt und werden durch alle Feuerwehren im Einsatzfall durch ihre rote Signalfarbe gesehen.


Jedes Jahr, wenn die Häuschen eingesammelt werden, werden sie durch die Jugendfeuerwehr kontrolliert, denn das Wetter und der Schnee hinterlassen einige Gebrauchsspuren an ihnen.


Da die Häuschen für viel Aufsehen im Ort und in der Umgebung sorgten, musste erstmal Aufklärungsarbeit geleistet werden. Im Jahr 2013 besuchte uns der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und verfilmte den Bau der Hydrantenhäuschen.


Die Bürger können sich seitdem sicherer fühlen, da die Hydranten jetzt nicht mehr einfrieren können. Da nicht auf jedem Hydranten ein Häuschen stehen kann, ist jeder Bürger angehalten in den Wintermonaten die Hydranten schnee- und eisfrei zu halten.